Pflegestützpunkt

 

 
 
Am 3. Juli 2009 eröffnete Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt gemeinsam mit Dr. Ilona Weser (Beigeordnete Landkreis Oder-Spree), Franz-Josef Lünne (stellv. Vorstand der AOK Brandenburg) und AWO-Geschäftsführerin Monika Kilian (von rechts nach links) offiziell den Pflegestützpunkt in Erkner als Bundesmodellprojekt.
 
 

Pflegestützpunkte sollen als zentrale Anlaufstelle für Pflegebedürftige dienen.

Das Pflegeweiterentwicklungsgesetz sieht vor, dass zur wohnortnahen Beratung, Versorgung und Betreuung pflegebedürftiger Personen und Leistungsberechtigter Pflegestützpunkte eingerichtet werden sollen. Eine frühzeitige Beratung kann Hilfe- und Pflegebedürftigkeit vermeiden helfen bzw. zumindest verzögern.
 
Pflegestützpunkte sind im Wohnquartier für alle Fragen rund um die Pflege erste Anlauf- und Informationsstelle. Sie bieten Menschen mit Pflegebedarf Beratung und Unterstützung bei der Suche, der Auswahl und der Inanspruchnahme von pflegerischen Versorgungsangeboten. Darüber hinaus gehören - falls erforderlich und gewünscht - die Planung, Organisation und Sicherung bedarfsgerechter Versorgung und die dazu notwendigen Entscheidungen zum Angebot in den Pflegestützpunkten. Die Hilfeleistungen umfassen alle Dienste, die insbesondere für ein Leben mit Pflegebedarf im privaten Haushalt vorgehalten, gebündelt oder vermittelt werden können. Hier werden die vielen Fragen bei Eintritt von Pflegedürftigkeit ebenso geklärt, wie nach geeigneten Pflegeeinrichtungen gesucht und beispielsweise die Zusammenstellung individueller Versorgungsarrangements unterstützt.
 
So wäre ein Pflegestützpunkt z. B. neben einem Pflegedienst aber auch in einem Ärztehaus denkbar. Entscheidend ist letztlich, dass keine Doppelstrukturen entstehen.
 
Seit drei Jahren berät Frau Siewert-Grude im Anlauf- und BeratungsCenter (ABC-Stelle) Erkner Menschen, die Hilfe benötigen. Sie hat im Sozialraum Erkner Kontakte zu Krankenhäusern, stationären Alteneinrichtungen, ambulanten Diensten und ehrenamtlichen Helfern und vielen Anderen und nutzt diese für eine passgenaue Beratung, Vermittlung und Betreuung der Hilfebedürftigen und deren Angehörigen.
 
Durch die Erweiterung zu einem Pflegestützpunkt können Hilfebedürftige durch einen Pflegeberater der Pflegekassen ihren Hilfebedarf feststellen lassen. Ihnen wird ein Versorgungsplan empfohlen, und der Pflegeberater wird über die Gewährung bzw. Ablehnung von Leistungen durch die Pflegekassen und Krankenkassen entscheiden. 
 
 
Pia Lehmann, Angelika Bonk, Stefanie Siewert-Grude (v.l.n.r.)
 
 
Ansprechpartnerinnen:
 
  • Stefanie Siewert-Grude (Sozialberaterin)
  • Pia Lehmann (Pflegeberaterin)
 
Anschrift: Neu Zittauer Straße 15 in 15537 Erkner
Tel.: 03362 299852
Fax: 03362 299851
 

Sprechzeiten:

Montag: 09.00 - 12.00 Uhr
Dienstag: 15.00 - 18.00 Uhr
Mittwoch: 09.00 - 12.00 Uhr
Donnerstag: 15.00 - 18.00 Uhr
Freitag: 09.00 - 12.00 Uhr
Nach Vereinbarung auch am Samstag
* Hausbesuche sind möglich